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Gibt es in Deutschland eine Glücksspiel Steuer?

Wer regelmäßig im Online Casino unterwegs ist, wird sich früher oder später die Frage stellen, wie die Ausgaben und Einnahmen aus seinen Casinobesuchen eigentlich steuerrechtlich zu bewerten sind. Dabei stellt sich in der Hauptsache natürlich die Frage, inwieweit Gewinne aus Glücksspiel versteuert werden müssen. Diese Frage ist allerdings eher eine Einkommenssteuerrechtliche. Die Glücksspiel Steuer, die sich Vater Staat ausgedacht hat, setzt den Hebel an einer ganz anderen Stelle an.

Alles was du über das Thema Glücksspiel Steuer wissen musst

  • Die Glücksspielsteuer in Deutschland wird im Rennwett- und Lotteriegesetz geregelt
  • Auf die meisten Glücksspiele müssen Glücksspielsteuern entrichtet werden
  • Die Glücksspielsteuern schulden in der Regel die Veranstalter
  • Es gibt viele Möglichkeiten Online Glücksspiel zu spielen, ohne Steuern zu zahlen

Welche Rechtsgrundlagen gibt es zur Versteuerung von Glücksspielen?

Grundsätzlich muss man bei der Frage nach der Steuerpflicht im Online Casino zwischen zwei Steuervarianten unterscheiden. Das eine ist die Steuer auf Einkünfte, wie sie im Umsatzsteuergesetz festgelegt ist. Unter diese Steuer könnten, wenn überhaupt, nur Gewinne aus Glücksspielen fallen. Die Frage: Muss ich meine Casino gewinne versteuern? klären wir anderer Stelle ausführlich. Hier wollen wir uns mehr mit einer anderen Steuerart befassen.

Diese wird gern als Glücksspielsteuer bezeichnet. Die Glücksspielsteuer ist tatsächlich gesetzlich geregelt und zwar im Rennwett- und Lotteriegesetz /RennWLottG). Hier wird festgelegt, dass der folgende Glücksspiel-Steuersatz von Seiten der Veranstalter entsprechender Glücksspiele zu tragen ist:

  • Rennwetten 5 % des Bruttoeinsatzes
  • Sportwetten aller Art 5 % des Bruttoeinsatzes
  • Lotterien 20 % des Bruttoeinsatzes
  • Casinospiele, Spielautomaten etc. – hier gilt die Vergnügungssteuer, die für jedes Bundesland separat berechnet wird

Gilt das auch für Online Casinos?

Was das Thema Sportwetten angeht, ist die Antwort ein klares Ja. Casinospiele und Spielautomaten hingegen sind dabei nicht betroffen, die Vergnügungssteuer kann lediglich Unternehmen betreffen, die in der Stadt, die die jeweilige Satzung erlässt, ihren Sitz haben. Da die meisten Online Casinos im Ausland ihren Sitz haben, wird hier eher keine Steuer fällig. Das Online Glücksspiel ist damit weitgehend erst einmal steuerfrei.

Dazu kommt, dass diese Steuern in erster Linie erst einmal der Veranstalter bzw. der Betreiber des jeweiligen Casinos schuldet. Das Finanzamt greift für die Glücksspiel Steuer also erst einmal auf den Casino Betreiber selbst zurück. Natürlich kann er die Steuer an die Kunden weitergeben und so gewinne reduzieren. Im Bereich der Lotterie beispielsweise ist die Steuer für den Spieler ohnehin nicht relevant, da der Gewinn aus einer Lotterie nicht vom Einsatz abhängt.

Das gilt es bei Online Casinos aus dem nichteuropäischen Ausland zu beachten

Grundsätzlich gilt, dass der Anbieter eines Glücksspiel Casino in Deutschland in einer Grauzone operieren. Denn eigentlich sind Online Casinos, die nicht von Seiten des deutschen Staates lizensiert sind in Deutschland illegal. Allerdings gibt es dabei ein entscheidendes Schlupfloch: Das europäische Recht. Denn dieses sieht den Gedanken der Dienstleistungsfreiheit im Rahmen der EU vor. Das wiederum bedeutet, dass jedes Dienstleistungsunternehmen, dass seinen Sitz in einem EU Land hat, seine Dienstleistungen in der ganzen EU anbieten darf.

Da Online Casinos einen Online Dienst anbieten, dürfen sie ihre Dienstleistungen in ganz Europa anbieten – auch in Deutschland. Da Europarecht das jeweilige Landesrecht schlägt, sind Online Casinos mit Sitz in der europäischen Union bzw. mit einer EU Lizenz in Deutschland letztlich legal.

Das trifft aber nur auf eben solche Online Casinos zu. Anbieter, die keine EU Lizenz haben, sind damit als Online Casinos in Deutschland illegal unterwegs.

Gibt es einen Unterschied zwischen Online Casinos und Sportwetten?

Den gibt es tatsächlich: Denn während die Vergnügungssteuer eine Landessache ist, sind die im RennWLottG festgelegten Steuersätze Bundesrecht und somit deutlich besser durchsetzbar, als die Beträge die aus einer Steuersatzung einer Kommune abzuleiten sind.

Die hier festgelegten Wettsteuern werden dann fällig, wenn ein Spieler, der seinen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hat, eine Sportwette abschließt. Dabei spielt es keine Rolle, bei welchem Anbieter diese Wette abgeschlossen wird.

Das wiederum bedeutet, dass auch Wettanbieter mit Sitz auf Malta an die deutsche Wettsteuer gebunden sind. Insofern gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen klassischen Online Casinos und Casinos Spielen und Sportwetten. Was der Staat also im Online Bereich über Glücksspiel Steuern nicht hereinholen kann, wird mit der Wettsteuer ein Stück weit aufgefangen.

Sportwettensteuer – ein kluger Kniff des Gesetzgebers

Die Sportwettensteuer ist dabei keine klassische Glücksspiel Steuer oder Gewinnsteuer. Denn hier wird nicht der Wettgewinn versteuert, sondern der Einsatz, der geleistet wurde. Von diesem Einsatz werden 5 Prozent als Steuer fällig. Wer also 10,00 Euro auf eine Wette setzen möchte, der zahlt von diesen 10,00 Euro faktisch 50 Cent Wettsteuern. Das gilt übrigens unabhängig davon, ob der Spieler einen Gewinn erzielt oder seinen Einsatz verliert.

Wann muss der Spieler keine Steuer auf seine Sportwetteneinsätze entrichten?

Grundsätzlich ist es auch bei den Wettsteuern so, dass diese erst einmal der Wettanbieter schuldet. Natürlich müssen Wettanbieter auch ihre Kalkulationen machen und so werden die Steuern, die hier entrichtet werden müssen, zumeist auf die Spieler umgelegt. Es gibt allerdings unterschiedliche Arten, wie die Sportwettenanbieter damit umgehen.

Manche Anbieter legen die Wettsteuer komplett auf die Spieler um. Das bedeutet, dass der Spieler hier bei jedem Einsatz 5 Prozent der Bruttoeinsatzsumme als Steuern zu zahlen hat. Dieser Betrag wird von dem Wetteinsatz, der letztlich für die Auszahlung im Fall eines Gewinns mit der Quote multipliziert wird, abgezogen wird. Wer also hier 10,00 Euro einsetzt, setzt letztlich nur 9,50 Euro und 50 Cent werden an den deutschen Staat weitergeleitet.

Die Alternative sind Buchmacher, die die Wettsteuer für ihre Kunden tragen. Hier spürt der Spieler tatsächlich keinerlei Steuerabzug. Diese Variante hat allerdings tatsächlich Vor- und Nachteile.

Buchmacher, die die Steuern für die Spieler tragen – Vor- und Nachteile

Auf den ersten Blick hat ein Konstrukt, in dem der Anbieter die Steuern für den Kunden trägt, natürlich nur Vorteile. Allerdings muss man das etwas differenzierter betrachten, denn die verschiedenen Buchmacher kommen letztlich mit gänzlich verschiedenen Angeboten daher.

So unterscheiden sich viele Anbieter in ihren Quoten und der Zahl der Angebotenen Wettmöglichkeiten. Ein Vergleich zwischen Buchmachern, die ihren Kunden keine Wettsteuern abziehen, und Buchmachern, die ihre Wettsteuern weiterreichen, zeigt schnell die entsprechenden Unterschiede.

So haben Spieler, die häufig und mit größeren Summen Wetten den Vorteil, dass sie nicht 5 Prozent ihrer Einsätze als Steuern abziehen müssen. Damit setzt der Spieler bei diesen Buchmachern letztlich mehr Geld ein als ein Spieler, der bei einem Buchmacher spielt, der die Wettsteuer abzieht. Je höher der Wetteinsatz dabei ist, desto mehr kann sich das im Endeffekt bei einem möglichen Gewinn bemerkbar machen.

Vergleiche der einzelnen Buchmacher zeigen dabei allerdings, dass die Quoten bei den Wettanbietern ohne Steuerabzug zumeist niedriger ausfallen, als bei den Konkurrenten, die ihren Kunden die Wettsteuern abziehen. Wer also regelmäßig mit niedrigen Summen auf mehrere Spiele setzt, wird aus dem fehlenden Wettsteuerabzug kaum einen Vorteil ziehen können, da diese Summe bei niedrigen Einsätzen vergleichsweise gering ist und die höhere Quote bei dem Buchmacher, der die Steuer abzieht, das Minus zumeist locker wieder wett macht.

Anders sieht das bei Spielern aus, die auch mal höhere Summen setzen. Denn je höher der Wert, je höher also der gesparte Wetteinsatz ist, desto höher fällt am Ende dann auch der Gewinn aus.

Hier die Vor- und Nachteile auf einen Blick zusammengefasst

Vorteile:

  • Der Spieler hat keinen Steuerabzug
  • Dadurch erhöht sich der tatsächliche Einsatz
  • Bei entsprechend hohen Quoten erhöht sich dadurch auch der Gewinn erheblich bei einer erfolgreich gestalteten Wette

Nachteile:

  • Die Quoten bei Buchmachern mit Steuerabzug sind in der Regel höher
  • Dadurch erhöht sich natürlich auch der Gewinn
  • Je nach Einsatzsumme kann daher ein Gewinn aus einem solchen Online Wettbüro mit einem höheren Gewinn daherkommen, als ein Gewinn aus einem Wettbüro ohne Steuerabzug

Es gibt eine weitere Ausnahme von der Steuerfreiheit

Erzielt ein Spieler einen Gewinn aus einem langen und gemütlichen Abend im Online Casino und legt diesen auf der Bank an, werden davon Zinsen abgeworfen. Auch wenn diese aktuell in der Regel recht gering sind muss darauf hingewiesen werden, dass auch Kapitalzinsen steuerpflichtig sind. Wer also seinen Casino Gewinn auf die Bank bringt, läuft, je nach Höhe des Gewinns, Gefahr, von den anfallenden Zinsen Einkommenssteuern zahlen zu müssen.

Jetzt steuerfrei in den besten Online Casinos Deutschlands spielen

Wie gerade gesehen, ist das Spielen in den meisten Online Casinos Deutschlands also steuerfrei möglich. Wir zeigen auf dieser Seite eine breite Auswahl der besten Online Casinos Deutschlands. Finden Sie in unserem Anbieter Vergleich das Online Casino, dass am besten zu Ihnen und Ihren Vorstellungen von einem guten Glücksspiel passt.

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Eine Glücksspielsteuer gibt es in Online Casinos in Deutschland nicht – trotzdem gibt es Fälle in denen Steuern fällig werden
Auch wenn in den meisten Fällen keine Steuer auf Glücksspiel im Online Casino in Deutschland fällig wird, gibt es hier Ausnahmen. Zum einen sind Zinserträge aus Casino Gewinnen grundsätzlich zu versteuern. Diese müssen daher auch in der Steuererklärung auftauchen.

Zum anderen müssen Sportwetten Freunde von Sportwetten damit leben, dass der Fiskus nicht nur an Gewinnen partizipiert, wie es in vielen anderen Einnahmebereichen ist, sondern von jedem Einsatz im Sportwettenbereich 5 Prozent der Bruttoeinsatzsumme abbekommt.

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